
EFRE – Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
Eines der Ziele der Europäischen Union ist die Stärkung des wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalts. Sie ist bestrebt, Entwicklungsunterschiede zwischen ihren Mitgliedstaaten und Regionen zu verringern und verfolgt dieses Ziel insbesondere mithilfe der europäischen Strukturfonds.
Eine zentrale Rolle spielt dabei der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), eines der wichtigsten Finanzierungsinstrumente der EU-Kohäsionspolitik, das bereits 1975 eingerichtet wurde. Ziel des EFRE ist es, regionale Ungleichgewichte zu reduzieren und die Lebensbedingungen insbesondere in strukturschwächeren Regionen zu verbessern. Dies erfolgt durch gezielte Investitionen in die Infrastruktur sowie in die strukturelle und wirtschaftliche Entwicklung der Regionen.
Aktion „Radwege“ der Priorität 3 – „Mobility“
Im Rahmen des Aufrufs für die Aktion „Radwege“ der Priorität 3 – „Mobility“ des EFRE-Programms 2021–2027 wird der Bau sowie die qualitative und/oder quantitative Verbesserung von Radwegen im städtischen, vorstädtischen und außerstädtischen Raum gefördert. Der Fokus liegt dabei auf Fahrradschnellverbindungen und Alltagsradwegen, um den Pendlerströmen in den städtischen Zentren Vorrang einzuräumen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
EU-Projekt EFRE5014 – Beleuchtung Radweg Kaltern-Eppan-Bozen
Die Bezirksgemeinschaft Überetsch Unterland hat am Aufruf „Radwege“ mit dem Projekt zur Beleuchtung des Radwegs Kaltern–Eppan–Bozen teilgenommen und eine Förderung in Höhe von insgesamt 1.555.155,45 Euro erhalten.
Es handelt sich um ein Pilotprojekt mit dem Ziel, durch die Beleuchtung des 11,3 km langen Radwegs das Pendeln mit dem Fahrrad zwischen den beiden Großgemeinden im Überetsch und dem Ballungsraum Bozen attraktiver zu gestalten und damit zur Verringerung des motorisierten Verkehrs beizutragen. Gleichzeitig erhöht die Maßnahme die Verkehrssicherheit auf diesem stark frequentierten Abschnitt für Pendler und Freizeitnutzende bei Dämmerung und Dunkelheit.
Die Beleuchtung erfolgt durch Leuchten in einem Abstand von etwa 35 bis 40 m. Zum Einsatz kommt ein innovatives, nachhaltiges System auf Basis von Photovoltaik mit integrierten Batteriespeichern, sodass keine zusätzlichen Stromleitungen erforderlich sind.
Der Projektabschluss ist voraussichtlich für das Jahr 2027 vorgesehen.