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Machbarkeitsstudie Neue Brennerbahn im Unterland

Der Abschnitt im Südtiroler Unterland zwischen Branzoll und Salurn wurde im Dezember 2007 von Land, Infrastrukturministerium und der Schienenbetreibergesellschaft RFI als fünftes prioritäres Baulos zwischen Franzensfeste und Verona eingestuft. Damit nach Fertigstellung des Brennerbasistunnels das Südtiroler Unterland nicht zu einem Nadelöhr auf der Neuen Brennerbahn von München nach Verona wird und keine Kapazitätsengpässe auf der Bestandsstrecke entstehen, hat die Südtiroler Landesregierung die Notwendigkeit festgestellt, mit der Projektierung der Machbarkeitstudie für den viergleisigen Ausbau der Eisenbahn im Südtiroler Unterland zu beginnen.

Um negative Auswirkungen auf das Unterland so gering wie möglich zu halten, ist es besonders wichtig sämtliche mögliche Trassenvarianten, im Tunnel sowie im Talboden, zu untersuchen, miteinander zu vergleichen und schließlich die Bestvariante für weiterführende Planungen auszuwählen. Die Machbarkeitsstudie im Südtiroler Unterland wird von einer gemischten Projektierungsgruppe, zusammengesetzt aus Technikern der RFI, der Autonomen Provinz Bozen und Vertretern der Bezirksgemeinschaft Überetsch - Unterland, koordiniert. Der Auftrag für die Erstellung der Machbarkeitsstudie wurde mittels Ausschreibung an die Bietergemeinschaft EUT/ILF vergeben. Mittlerweile liegen die ersten konkreten Vorschläge zur Trassenführung im Unterland vor. Die Autonome Provinz Bozen wird gemeinsam mit der Bezirksgemeinschaft Überetsch – Unterland am 13. Juni 2008 um 20.00 Uhr in der Aula Magna in Auer im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung alle Interessierten über die einzelnen Variantenvorschläge informieren.

Parallel zur Machbarkeitsstudie wird gemäß Landesgesetz Nr. 2 vom 5. April 2007 die Eintragung der Bestvariante in die Bauleitpläne der Gemeinden einer Strategischen Umweltprüfung (SUP) unterzogen. Die Abteilung Raumordnung arbeitet derzeit an einem Umweltbericht, welcher die Grundlage für das SUP-Verfahren darstellt. Der Umweltbericht soll die voraussichtlichen und abschätzbaren Auswirkungen der Durchführung des Planes sowie mögliche Alternativen (inklusive Nullvariante, d.h. Entwicklung bei Nichtdurchführung des Planes) beschreiben. Im Umweltbericht werden auch Maßnahmen zur Verringerung oder zum Ausgleich der Umweltauswirkungen definiert.

Um den Planungsprozess möglichst transparent zu gestalten, soll die Bevölkerung des Unterlandes weitestmöglich einbezogen werden. Das passiert einerseits durch die Einbindung der Bezirksgemeinschaft Überetsch - Unterland in die Planungsgruppe, durch öffentliche Informationsveranstaltungen für alle Interessierten sowie durch die Gründung der “Plattform Zulaufstrecke”.